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Web Feeds

Veröffentlicht: 09-01-2009
 

Nicht mehr ganz zeitgemäß,
dafür ohne Google nutzbar.

(Artikel von www.AppDates.com)


Getestet: Web Feeds (Version 2.2.1) auf einem iPhone 4 mit iOS 4.0.13


iPhone App/iPod touch App | Was muß ein RSS Reader eigentlich können, um spitze zu sein? Er muß schnell sein, hohen Bedienungskomfort aufweisen – sowohl beim Lesen als auch beim Hinzufügen von Feeds. Ich habe einige RSS Reader getestet. Kostenlose, teure, billige. Weil ich mehrmals täglich reichlich Feeds abrufe. Weil mir Bedienkomfort wichtig ist. Und weil ich verdammt nochmal kein häßliches Icon auf meinem Homescreen haben möchte. Zumindest in Bezug auf den letztgenannten Punkt ist Web Feeds interessant, hinzu kommt die Tatsache, dass WebFeeds im Gegensatz zu vielen anderen RSS-Readern locker ohne den GoogleReader auskommt.

 

Tatsache ist: Fast jeder Reader hat seine Stärken und seine Schwächen. So auch Web Feeds. Allerdings: Die Stärken sind durchaus überzeugend. Wobei zugegebenermaßen der Funktionsumfang wirklich marginal und nicht mehr zeitgemäß ist.

 

Fangen wir mit den Schwächen an: Die Headlines werden so groß dargestellt, dass man das iPhone um 90 Grad kippen muß, um genug von Ihnen lesen zu können. Es fehlt die Möglichkeit, Soziale Netzwerke wie Twitter, facebook und Konsorten zu nutzen oder überhaupt Bookmarks zu setzen. Weder GoogleMobilizer noch InstapaperMobilizer sind integriert. Und – last but not least: Ich hätte gern die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche farblich zu individualisieren. Das war’s im Prinzip schon.
 

Zu den Stärken: Ich habe wenige Reader gefunden, die so komfortabel das hinzufügen von Feeds ermöglichen: Web Feeds findet die meisten Feeds zuverläßig, wenn man lediglich die Top Level Domain des Feedanbieters eingibt. Dies ist bei viele anderen Readern nur im Ansatz gut gelöst. Zudem: wer seine Feeds bei Google gespeichert hat, kann diese auf Wunsch importieren. Hervorragend, wenn man Feeds mit kryptischen und extrem langen Adressen nutzen möchte. Ein Sync mit dem Google Reader ist dagegen nicht möglich.

 

Je nach individueller Konfiguration ruft Web Feeds die aktuellen Feeds direkt beim Programmstart ab – oder erst auf Kommando. Nun kann man entweder alle neuen Artikel in einem Fenster aufrufen, oder alternativ die Nachrichten Anbieter für Anbieter lesen. Ich habe auf jedem Screen einen Button in Form eines Hakens, um alle Feeds als “gelesen” zu markieren. Großartig, denn daran scheitern diverse Funktionsmonstren des Genres.

 

Die Detailansicht eines Feedartikels bietet mir im oberen Bereich komfortabel eine Übersicht über Quelle, Verfasser und Datum, sowie eine Funktion zum Vor- und Zurückblättern. Die Formattierung der Nachrichten, inkl. Darstellung von Bildmotiven ist einwandfrei und schnell. Über Ansprechende Icons im unteren Bildbereich kann ich zur Web Ansicht (innerhalb der Applikation) wechseln. Zusätzlich kann ich über den Button “more” zur Darstellung in Safari wechseln oder eine E-Mail mit einem Link zum Feed generieren. Klasse: Ich kann auch “collect feed post for later sending” klicken, und mir so im Hintergrund eine Liste der zu versendenden Artikel erstellen, um diese dann schlußendlich mit dem letzten Artikel an Mail zu übergeben. Dies ist zumindest ein Workaround für eine (noch) fehlende Bookmark-Funktion.
 

Fazit: Guter, aber eben eher simpler Feed-Reader mit immerhin nettem Design. Für Heavy-User ist Web Feeds möglicherweise nicht das optimale App, Google-Verweigerer hingegen sollten einen Blick riskieren.
 
So viel sollten Sie für dieses App ausgeben: Die Preise im App-Store ändern sich von Zeit zu Zeit, sodass es sich mitunter lohnt, einen guten Preis abzuwarten. Für dieses App sollten Sie meiner Meinung nach nicht viel mehr als 2 € ausgeben.
 
Download bei Apple: Preisinformationen und Screenshots gibt’s im AppStore
 


 
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